Räumungsübung
an der Grundschule Beselich am 07.10.2011!
Auch
in diesem Jahr fand die Räumungsübung an der
Grundschule in Beselich statt. Die Kinder der Grundschule
wurden bereits in den vergangenen Tagen durch das Beselicher
Brandschutzerziehungsteam rund um das Thema Brandschutz
in der Schule informiert.
Die
Feuerwehr Obertiefenbach nahm an der Räumungsübung
mit insgesamt 8 Einsatzkräften und dem Löschgruppenfahrzeug
LF 20/16 teil. Um 09.00 Uhr löste der Gemeindebrandinspektor
Marco Hofmann den Hausalarm aus. Danach begaben sich alle
Schüler mit ihren Lehrerinnen sofort an die festgelegten
Sammelpunkte.
Kurze
Zeit später trafen die Wehren aus Beselich sowie
die Drehleiter aus Limburg an der Grundschule ein.
Aufgabe
der Obertiefenbach Wehr war es, zwei vermisste Personen
aus dem Schulgebäude zu retten. 2 Trupps unter Atemschutz
begaben sich deshalb sofort in das Gebäude und konnten
die beiden vermissten Personen sehr schnell aus dem Gebäude
retten. Um 9.30 Uhr konnte der Gemeindebrandinspektor
Marco Hofmann „Wasser halt“ geben.
Zu
einer abschließenden Besprechung und gleichzeitigem
Frühstück trafen sich dann die Kameradinnen
und Kameraden aus Beselich nochmals im Feuerwehrhaus Obertiefenbach.
Aus
Obertiefenbach nahmen folgende Kameradinnen und Kameraden
an dieser Übung teil (und opferten hierfür ihren
Urlaub):
Gruppenführer:
Wehrführer Christian Geis
Maschinist: Stellv. Wehrführer Daniel Krankenhagen
Angriffstruppführer: Andreas Lung
Angriffstruppmann: Tim Ebeling
Wassertruppführer: Dirk Tovornik
Wassertruppmann: Edmund Abel
Schlauchtruppführer: Marc Schäfer
Schlauchtruppfrau: Helga Kalheber.
Vielen
Dank hierfür!


Brandschutzerziehung
im Kindergarten Obertiefenbach
Am
14. und 15. September fand im Kindergarten Obertiefenbach
die diesjährige Brandschutzfrüherziehung statt.
Die Brandschutzerzieher Ralf, Helga und Jasmin Kalheber
sowie Daniel Krankenhagen besuchten die Kinder im Kindergarten
und erläuterten die vielfältigen Aufgaben einer
Feuerwehr. Die 26 Vorschulkinder lernten aber nicht nur
die Aufgaben der Feuerwehr und des Rettungsdienstes kennen,
sondern erlernten auch das richtige Verhalten im Brandfall
und den korrekten Umgang mit Streichhölzern und übten
das richtige Absetzen eines Notrufes. Auch die Funktion
des lebensrettenden Rauchmelders wurde kindgerecht vermittelt.
Nach dem ersten Tag waren sich die Kinder einig darüber,
dass der giftige Brandrauch mindestens genauso gefährlich
ist wie das Feuer an sich.
Am zweiten Tag besuchten die Kinder die Feuerwehr und
lernten zunächst einen Atemschutzgeräteträger
kennen. Schritt für Schritt zog Daniel Krankenhagen
die Schutzkleidung an, bis er als komplett ausgerüsteter
Atemschutzgeräteträger vor den Kindern stand
und so demonstrierte, dass niemand Angst vor einem normalen
Feuerwehrmann haben muss.
Anschließend wurde sich mit einem Schluck Limo gestärkt
und das Feuerwehrhaus erkundet. Direkt im Anschluss lernten
die Kinder die ‚Wassersteckdose’ kennen und
stellten fest, dass es äußerst ungünstig
ist, wenn ein Fahrzeug auf einem Hydrantendeckel steht.
Das Highlight der Besichtigung stellten die Feuerwehrfahrzeuge
dar. Jedes Detail wurde genau unter die Lupe genommen
und erklärt. Auch den ‚toten Winkel’
eines so großen Feuerwehrfahrzeuges lernten die
Kinder kennen und durften selbst ausprobieren, dass die
Fahrer von Feuerwehr-Fahrzeugen und ‚normalen’
LKW nicht direkt vor ihrem Fahrzeug oder neben dem LKW
stehende Kinder sehen können.
Weiterhin wurde ein Fettbrand mit Wasser gelöscht.
Die hierbei entstandene riesige Stichflamme durch die
‚Fettexplosion’ beeindruckte nicht nur die
Kinder, sondern auch die Erzieherinnen. Einen Fettbrand
löscht man am besten mit dem Topf-Deckel, stellten
Kinder und Betreuer gemeinsam fest. Dies vermeidet teure
Folgeschäden und lebensbedrohliche Verletzungen.
Bevor es für die Kinder zurück zum Kindergarten
ging, galt es noch, einen echten kleinen ‚Brand’
mittels eines richten Feuerwehrschlauches zu löschen
und das Martinshorn der Feuerwehrfahrzeuge auszuprobieren.
Positives Ergebnis der lehrreichen Tage: Die fünfjährige
Tochter eines Feuerwehrangehörigen fand zuhause aus
der heruntergefallenen Handtasche der Mutter eine Packung
Streichhölzer und erklärte ihren Eltern: „Mama,
weißt du überhaupt, wie gefährlich die
für uns Kinder sind und was damit alles passieren
kann…??!!

Brandschutzerziehung
im Kindergarten Obertiefenbach
Fahrzeug versperrte den Hydranten
Sehr
erstaunt und geradezu fassungslos waren die Brandschutzerzieher
der Freiwilligen Feuerwehr Beselich-Obertiefenbach als
sie im Rahmen der Brandschutzerziehung den Hydranten vor
dem Feuerwehrhaus öffnen wollten. Da gab es tatsächlich
Bürger in der Nachbarschaft, die ihr Fahrzeug trotz
Hydrantenschild und nochmaligem deutlichen Hinweis direkt
auf dem Hydranten abstellen. So entging leider den 19
Vorschulkindern des Kath. Kindergarten „St. Ägidius“
in diesem Jahr das Öffnen der „Wassersteckdose“.
Die
Brandschutzerzieher Hedi Sehr und Marcel Huckwitz waren
am Vortag im Kindergarten, um mit den Vorschulkindern
die Alarmierung über die Notrufnummer 112 zu üben.
Dazu lernten die Kinder das Verhalten im Brandfall und
wie man eine Kerze richtig anzündet und welche Vorsichtsmaßnahmen
man dabei treffen muss.
Am
nächsten Tag stand der Besuch der Feuerwehr auf dem
Programm. Der stellvertretende Wehrführer Daniel
Krankenhagen unterstützte die beiden Brandschutzerzieher
vom Vortage. So lernten die Kinder nochmals anhand eines
Filmes, wie sie bei einem Notfall reagieren und Hilfe
herbei holen können.
Wie
die Feuerwehrleute ein Atemschutzgerät anziehen und
was alles dazu gehört führten Marcel Huckwitz
und Daniel Krankenhagen vor. Das man einen brennenden
Topf mit Öl nicht mit Wasser löschen sollte,
erkannte die Jungen und Mädchen bei der Demonstration
einer Fettexplosion. Viele Dinge am großen Feuerwehrauto
waren dazu noch interessant, wie das Hebekissen, dass
selbst das Feuerwehrfahrzeug in die Schieflage bringen
kann.
Am
Schluss durften alle Kinder die Fallklappen umspritzen
, was noch einmal ganz besonderen Spaß machte. Nur
leider konnte das Wasser nicht aus der „Wassersteckdose“
entnommen werden – sie war versperrt durch Menschen,
die leider nicht wissen, dass die Feuerwehr zum Löschen
eines Brandes Wasser benötigt.


Feuerwehr
besuchte im Rahmen der Brandschutzerziehung den Kindergarten
Im
Rahmen der Brandschutzfrüherkennung besuchten Hedi
Sehr und Daniel Krankenhagen am 01. September den Kindergarten
Obertiefenbach. Den zwei Gruppen der Vorschulkinder wurde
kindgerecht die Arbeit der Feuerwehr, die wichtige Funktion
eines Rauchmelders, und der sachgerechte Umgang mit dem
gefährlichen Element Feuer erläutert. Ausserdem
übten die Kinder mit Daniel Krankenhagen und Hedi
Sehr das Absetzen eines Notrufes. Den Kindern wurde erklärt,
dass man über diese Notrufnummer nicht nur die Feuerwehr,
sondern auch den Rettungsdienst, den Notarzt und andere
Hilfsorganisationen in einer Notlage anfordern kann. Eine
Tatsache, die selbst Erwachsenen nicht bewusst ist. Im
Zweifel stehen die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle
in Limburg unter der bekannten Notrufnummer 112
als auch unter der Telefon-Nr. 06431-19222
dem Hilfesuchenden beratend zur Seite.
Am 03. September besuchten die Kinder dann die Feuerwehr
in deren Feuerwehrhaus. Die beiden „Brandschutzerzieher“
wurden an diesem Tag durch Stefan Sehr, Marco Stecker
und Georg Gräf unterstützt. Nach einem kleinen
Einführungsfilm und mit einem Glas Limonade gestärkt
machte man sich auf den Rundweg durchs Feuerwehrhaus,
wo man den Kindern die Umkleideräume und den Jugendraum
zeigte. Dann ging es endlich in die Fahrzeughalle. Hier
wurden den Kindern die verschiedenen Fahrzeuge und deren
Beladung sowie die „Wassersteckdose“ (Hydrant)
auf der Strasse erläutert.. Außerdem hob man
ein schweres Fahrzeug mit einem Hebekissen 20 cm an. Weiterhin
durfte jedes Kind eine kleine Gasflamme mit einem Übungsfeuerlöscher
und sogar mehrere Fallklappen mit dem S-Schlauch des Tanklöschfahrzeuges
umspritzen, bevor es zurück in den Kindergarten ging.
Allerdings nicht, bevor man einmal im Feuerwehrfahrzeug
gesessen hat und man kurz das laute Martinshorn gehört
hatte.


Grundschule
in Beselich-Obertiefenbach übt für den „Notfall“
Am
Freitag, den 25.04.08 wurde um 09:00 Uhr der Unterricht
in der Grundschule in Beselich Obertiefenbach durch einen
Feueralarm je unterbrochen. Grund hierfür war eine
geplante und angekündigte Räumungsübung,
die durch den Gemeindebrandinspektor Andreas Heep und
die Beauftragte für Brandschutzerziehung in Beselich,
Hedi Sehr vorbereitet und ausgearbeitet wurde.
Angenommen
wurde ein Kurzschluß, der einen Dachstuhlbrand auslöste.
Nachdem der akustische Feueralarm ausgelöst hatte,
verließen die rund 295 Schüler mit ihren Lehrern
ihre Klassenräume und begaben sich zu den beiden
Sammelpunkten außerhalb des Gebäudes. Bereits
kurze Zeit später trafen die Feuerwehren der Gemeinde
Beselich ( Obertiefenbach, Schupbach, Heckholzhausen und
Niedertiefenbach ) mit ihren Löschfahrzeugen an der
Grundschule ein und begannen unter Atemschutz sämtliche
Räume der Grundschule zu kontrollieren, um sicher
zu gehen, dass sich keine Personen mehr im Gebäude
befinden. Zeitgleich trafen die Wehren aus Limburg und
Weilburg mit ihren Drehleitern ein und retten einige Kinder
aus dem Obergeschoß. Gleichzeitig wurde eine Brandbekämpfung
im und außerhalb des Gebäudes durchgeführt.
Nach
ca. 1. Stunde war das „Szenario“ beendet und
alle Schülerinnen und Schüler konnten, nachdem
sie sich alle Löschfahrzeuge nochmals genauestens
angeschaut hatten, in ihre Klassenräume zurück
kehren.
Wie
sich die Schüler bei einem Feueralarm zu verhalten
haben, wurde den Schülern der dritten Klassen bereits
in der Woche vor der Übung durch Hedi Sehr und ihren
vielen Helfern in der Brandschutzerziehung erklärt.
Ziel der Brandschutzerziehung ist es, den Kindern das
richtige Verhalten in Notfallsituationen zu erklären
und ihnen Anleitungen zu vermitteln, falls sie selbst
in einen Notfall geraten. Auch das richtige Verhalten
im Straßenverkehr, sollte sich ein Einsatzfahrzeug
unter Blaulicht und Sondersignal näheren, wurde ausführlich
behandelt. Natürlich wurde auch die Absetzung eines
Notrufes behandelt und durchgeführt.
An
dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Hedi Sehr, ihren
Helferinnen und Helfern für die hervorragende Arbeit,
dem Gemeindebrandinspektor Andreas Heep, den Einsatzabteilungen
der Beselicher Wehren, sowie den Wehren aus Limburg und
Weilburg für Ihre Unterstützung.



Obertiefenbacher
Vorschulkinder lernten mit der Feuerwehr
25 Jahre Brandschutzerziehung in Obertiefenbach

Das
Gruppenfoto zeigt die diesjährigen Vorschulkinder
zusammen mit Hedi Sehr und der Leiterin des Kath. Kindergartens
„St. Ägidius“ Stephanie Rick und der
Erzieherin Petra Schwarz.


Seit
25 Jahren erfahren die jeweiligen Obertiefenbacher Vorschulkinder
von Hedi Sehr und ihren Feuerwehrkamerad/innen wie man
bei einem plötzlichen Notfall und besonders auch
bei Feuer reagiert und die Feuerwehr rufen kann. So erlebten
auch in diesem Jahr die 30 Vorschulkinder des Kindergartens
„St. Ägidius“ wieder lehrreiche Stunden
bei der Feuerwehr.
Der Stellvertretende Wehrführer Daniel Krankenhagen
sowie der Feuerwehrkamerad Georg Gräf und die Beauftragte
für Brandschutzerziehung in der Gemeinde Beselich
Hedi Sehr erarbeiteten in zwei Schritten das wertvolle
Wissen mit den Kindern für den Notfall.
Kinder
zünden eine Kerze an
An zwei Nachmittagen zündeten die Kinder eine Kerze
mit einem Streichholz zusammen mit Daniel Krankenhagen
und Hedi Sehr an. Dabei machten sie die Erfahrung, dass
das Streichholz ganz schnell abbrennt und dann vor lauter
Schreck herunter fallen kann. Manchmal kam das Feuer auch
gefährlich nahe an die Finger und drohte die Kinder
zu verbrennen. So erkannten sie, dass es besser ist ein
Streichholz zusammen mit Erwachsenen anzuzünden.
Gleichzeitig lernen die Kinder Dinge kennen, die für
sie gefährlich werden können.
Die
Notrufnummer 112
Eine wichtige Telefonnummer im Brandfall und wenn jemand
im Haus oder durch einen Verkehrsunfall verletzt ist,
ist die Notrufnummer 112. Nachdem Daniel Krankenhagen
den Vorschulkindern die Notrufnummer erklärt hatte,
durften die Kinder selbst einen Notruf über das mobile
Telefon an die Lern-Leitstelle absetzten. Ziel dabei ist
es, dass die Kinder im Notfall die Leitstelle unter der
Notrufnummer selbst informieren und Hilfe herbei holen
können.
Demonstration
mit dem Brandhaus
Qualm und Rauch zieht immer nach Oben und das Einatmen
bedeutet, giftige Stoffe einatmen zu müssen. In einem
Spiel erfahren die Kinder, dass es besser ist auf dem
Boden durch einen Raum nach draußen zu krappeln
und das Feuer einzusperren, damit es möglichst keinen
neuen Sauerstoff bekommt. Zur Hilfe nehmen die Brandschutzerzieher
ein kleines Häuschen mit zwei Zimmern. Es demonstriert
eine Wohnung und anhand dieses Brandhauses können
die Kinder verfolgen, wo der Rauch hinzieht und dass man
bald im Raum nichts mehr erkennen kann.
Zweiter
Teil im Feuerwehrhaus
Nach dem Unterricht im Kindergarten besuchten die Kinder
gemeinsam das Feuerwehrhaus und nahmen zunächst im
Schulungsraum Platz. Nach dem Film zum Einstieg zeigte
Feuerwehrkamerad Georg Gräf den Jungen und Mädchen,
was ein Feuerwehrmann anzieht, wenn er in ein verqualmtes
Haus gehen muss.
Löschen
macht Spaß
Auch die Geräte und Fahrzeuge im Feuerwehrhaus waren
für die Kids eine interessante Sache. Die Zeit verging
im Fluge und so durften alle Kinder zum Schluss noch Fallklappen
umspritzen. Aber zuvor erklärten ihnen Georg Gräf
und Hedi Sehr, wo das Wasser herkommt und wie die Feuerwehrleute
die Wassersteckdose – den Hydranten – finden
und öffnen kann.
„Wenn ich groß bin, gehe ich auch zur Feuerwehr“
Brandschutzerziehung im Kindergarten Obertiefenbach
Im
Kindergarten Obertiefenbach lernen die Vorschulkinder mit
Hedi Sehr und ihren Feuerwehrkameraden/innen mit der Feuerwehr.
Was
verbirgt sich hinter dem Begriff „Brandschutzerziehung“?
Die Zielsetzung dieser Aufklärungsarbeit ist, dass
die Brandschutzerzieher Vertrauen in den Kindern wecken
und – falls sie selbst in einem Notfall geraten –
sich richtig verhalten und auch helfen können.
Die
Floriansjünger besuchen die beiden Gruppen der Vorschulkinder
im Obertiefenbacher Kindergarten und empfangen sie im zweiten
Teil als Gäste im Feuerwehrhaus, um ihre vielfältige
Arbeit vorzustellen und wichtige Tipps für das richtige
Verhalten im Ernstfall zu geben.
Scheinbare
Kleinigkeiten werden geübt, beispielsweise das Anzünden
einer Kerze. Die Kinder erfahren so, wie aufregend es sein
kann, ein Streichholz anzuzünden. Beim Ausblasen einer
Kerze steigt der Rauch nach oben. Genau das sollten sie
wissen, wenn sie sich in einem brennenden Zimmer befinden.
Auf alle Fälle auf dem Boden zur Tür krappeln,
denn dort unten hat man noch die meiste Sicht und Sauerstoff
zum Atmen.

Auch
der Notruf wird bei der Brandschutzerziehung geübt.
Beim Telefongespräch mit der Feuerwehr, lernen die
Kinder, dass die vier „W’s“ besonders
wichtig sind: Wer bin ich (Name, Wohnort, Straße)?
Wo brennt es (Ort, Straße)?
Was brennt bzw. was ist passiert?
Wer befindet sich noch im Haus?
Ein fünftes „W“ sollte man noch anfügen
und zwar, warten, falls der Mann auf der „Zentralen
Leitstelle“ noch Fragen hat.

Im
zweiten Teil empfangen die Feuerwehrleute ihre kleinen Gäste
im Feuerwehrhaus. Den Film „Hilfe, mein Teddy brennt“
dürften die sechsjährigen Jungen und Mädchen
zunächst anschauen. Dann demonstrieren zwei Atemschutzgeräteträger,
wie ein Feuerwehrmann mit einem Atemschutzgerät aussieht
und wie er sich anhört, wenn er in ein verqualmtes
Haus geht. Dabei kann er die nötige Atemluft in einer
Flasche auf dem Rücken mitnehmen.
Aber
auch die vielen Sachen in den Feuerwehrautos sind natürlich
interessant.
Da ist ein Feuerwehrauto, das 25 Badewannen Wasser mit sich
führt und die Rettungsschere, um verletzte Menschen
aus verunfallten Fahrzeugen zu befreien und vieles mehr.
„Aber wo kommt denn das Löschwasser her?“
Die Brandschutzerzieher öffnen den Hydranten und setzen
das Standrohr, die Wassersteckdose. Wenn die Feuerwehrleute
dieses Standrohr aufdrehen, kommt zur Freude aller wirklich
Wasser raus.
„Wenn
ich groß bin, gehe ich auch zur Feuerwehr“,
so die Meinung einer jungen Dame im Vorschulalter. Mit 10
Jahren darf sie zur Jugendfeuerwehr kommen. Aber das steht
auch als Information für alle Eltern in dem Malheft,
das jedes Kind mit nach Hause nehmen darf.

Florian
hatte einen Traum ....
Florian
hatte eine Traum: Florian spielt mit seiner Freundin Nina
im Kinderzimmer. Beide sitzen am Boden und malen Blätter
aus. Nina hat zu Hause eine kleine Schachtel entdeckt und
die zeigt sie Florian. Sie machen die Schachtel auf und
heraus fallen viele kleine Hölzchen mit braunen Köpfchen.
Sie schauen sich die Schachtel an und erinnern sich, dass
die Erwachsenen damit Feuer anzünden. So haben sie
es schon gesehen. „Sollen wir das auch mal ausprobieren“
meint Nina „es kann doch gar nicht so schwer sein.“
Nina nimmt die Schachtel und streicht das Hölzchen
mit dem Köpfchen über die Reibefläche. Zunächst
passiert überhaupt nichts und das Hölzchen bricht
sogar ab. Florian will es auch mal probieren und nimmt ein
Neues.
Er streicht mit dem Hölzchen etwas fester der Schachtel
entlang und dann funkt es und das Streichholz zündet.
Vor
lauter Schreck lässt Florian das Streichholz fallen
und es fällt gerade auf sein Blatt Papier. Schnell
fängt das Papier Feuer und Florian und Nina sind vor
Schreck erstarrt. Ebenso schnell brennt der Teppich und
das Feuer läuft an der Gardine hoch...
Weinend
kommt Florian mitten in der Nacht zu seinen Eltern ins Schlafzimmer.
Nachdem er von seinem Traum erzählt hat, beruhigt ihn
sein Vater: „Du Florian, du lädst deine Freundin
Nina heute Nachmittag ein und wir wollen dann zusammen überlegen,
was wir besser machen können.“
Die
Beiden warten ganz gespannt darauf, bis der Vater am Nachmittag
von der Arbeit zurück kommt. „So, jetzt wollen
wir zusammen eine Kerze anzünden“ sagt der Vater.
Die Mutter kommt mit einer Kerze in der Hand und legt sie
auf den Tisch neben einem Stapel von Zeitungen. „So
einfach geht das nicht“ meint der Vater und Florian
kommt auf die Idee: „ Die Kerze muss in einen stabilen
Kerzenständer.“ Die Mutter sucht einen Kerzenständer
und Nina nimmt den Stapel Zeitungen vom Tisch. „Wichtig
ist es, dass man das Streichholz immer vom Körper weg
anzündet“, sagt der Vater, „damit schützt
man seine Kleidung.“ Nacheinander zünden Florian
und Nina Streichhölzer an und sind ganz schön
aufgeregt dabei.
Beim
Ausblasen freuen sie sich über den Rauch, der dann
entsteht. „Rauch und Qualm sind besonders schlimme
Feinde für Menschen und Tiere“ meint der Vater.
„Der Rauch nimmt uns die Atemluft, die wir zum Leben
brauchen“ so der Vater weiter „und bei einem
Feuer zieht der Rauch immer nach oben und nimmt zuerst die
Luft oben an der Decke weg.“
„Wenn
es in einem Zimmer brennt, kann man das Zimmer am besten
auf dem Boden kriechend verlassen. Damit das Feuer weniger
Sauerstoff bekommt, wäre es gut, wenn man die Türe
hinter sich schließen könnte.“ „Ja,
was können wir denn dann machen?“ fragt Nina.
„Florian, hast du eine Idee“ fragt der Vater.
„Wir müssen Hilfe rufen, aber wie machen wir
das? Sicher wäre es am besten die Feuerwehr anzurufen,
aber ich kenne die Nummer nicht.“ antwortet Florian.
„Die
Notrufnummer für die Feuerwehr bei uns in Deutschland
ist die Telefonnummer 112. Mit dieser Telefonnummer kann
man auch gleichzeitig Hilfe rufen wenn zum Beispiel jemand
schwer verletzt ist und der Notarzt und ein Krankenwagen
gebraucht wird. Diese Nummer sollte man sich gut merken,
denn wenn wirklich ein Unfall passiert ist, ist man oft
so aufgeregt, dass man gar keine Telefonnummer mehr im Kopf
hat. Dem Mann oder der Frau, die sich unter dieser Telefonnummer
melden, sollte man sagen: Wer ruft an? Was ist passiert?
Wo ist etwas passiert? Wie viele Personen sind verletzt?
– und dann nicht sofort auflegen – denn es kann
sein, dass die „Zentrale Leitstelle“ noch Dinge
wissen muss, die man vielleicht in der Hektik vergessen
hat, mitzuteilen.
Aber diese Notrufnummer, die darf man nur dann anrufen,
wenn wirklich etwas passiert ist. Ansonsten kann man bestraft
werden wegen Missbrauch. Habt Ihr das verstanden?“
so der Vater.
„Mensch,
das ist gut, das wir das jetzt wissen“ freut sich
Florian. „Können wir mal die Feuerwehr besuchen?“
fragt Nina. Der Vater hat eine Idee, sein Freund Andreas
ist doch Chef von der Feuerwehr. Den ruft er an und vereinbart
mit ihm für nächsten Sonntag einen Termin bei
der Feuerwehr.
Am
Sonntagmorgen kann Florian es gar nicht abwarten bis sie
endlich im Auto sitzen, um Nina abzuholen und zur Feuerwehr
zu fahren. Sie kennen das Gebäude mit den großen
Toren bereits und mal schauen, was sich dahinter verbirgt.
Zunächst
zeigt ihnen der Feuerwehrchef den Schulungsraum, ein Raum
mit vielen Tischen, Stühlen, einer Tafel und Bildern.
„Um Feuerwehrmann oder –frau zu werden, muss
man viel lernen. Auch die Kameradschaftspflege bei den Feuerwehrleuten
ist sehr wichtig, gerade dann, wenn man von einem großen
Einsatz zurückkommt, ist man froh, wenn man einen warmen
Raum und etwas zu Essen und zu trinken vorfindet.
Dann
gehen Florian, sein Vater und Nina zusammen mit dem Feuerwehrchef
in den Umkleideraum. Hier hat jeder Feuerwehrmann und Feuerwehrfrau
ihre Einsatzkleidung hängen und kann sich bei einer
Alarmierung umziehen. Zur Einsatzkleidung gehören:
Die Feuerwehrhose, die Stiefel, die Einsatzjacke, der Gurt,
der Feuerwehrhelm und zum Schutz der Hände die Handschuhe.
Andreas,
der Feuerwehrchef zieht sich die Einsatzkleidung an und
sagt zu den dreien: „Hier habe ich noch etwas, was
in euch zeigen will.“ Er geht ans Feuerwehrfahrzeug
und nimmt ein Gestell mit einer Metallflasche heraus. Dann
nimmt er eine Maske aus einem schwarzen Plastikbehälter.
Diese Maske zieht er vors Gesicht und zieht die Bebänderung
am Kopf ganz fest zu. Dann legt er das Gestell mit der Flasche
über dem Rücken an und verbindet sie mit seiner
Maske.
„ So“ erklärt der Feuerwehrchef „können
wir Feuerwehrleute in ein brennendes Haus gehen und das
Feuer löschen. Wir nehmen unsere Atemluft auf dem Rücken
mit.“
Es hört sich ganz merkwürdig an, wenn er jetzt
spricht, weil man seine Atemgeräusche hören kann.
Florian
und Nina sind ganz begeistert und wollen auch einmal die
Maske aufziehen. Sie stellen fest, dass der Feuerwehrmann
durch die Maske ein kleineres Sichtfeld hat wie normal und
das die Atemschutzflasche auf dem Rücken sehr viel
Gewicht hat.
Da
sind noch die vielen anderen Dinge, die in einem Feuerwehrfahrzeug
zu finden sind. Angefangen vom Stromerzeuger, denn auf der
Straße gibt es keine Steckdosen für den Strom,
bis zur Rettungsschere (Schneidgerät) und Spreizer.
Wenn bei einem Verkehrsunfall Menschen in einem Fahrzeug
eingeklemmt sind, sind diese Geräte wichtige Hilfsmittel
für die Einsatzkräfte.
Und
die vielen Schläuche – aber wo kommt denn das
Wasser überhaupt her, denn die passen ja nicht auf
einen normalen Wasserhahn. Der Feuerwehrchef holt so ein
Ding aus dem Fahrzeug, es sieht aus wie ein Rohr und oben
darauf sind zwei Anschlüsse. „Das ist ein Standrohr“
erklärt der Feuerwehrchef und nimmt noch einen großen
Eisenschlüssel mit. Zusammen suchen sie jetzt das Hydrantenschild.
Es ist ein kleines rechteckiges Schild mit roter Umrandung.
Auf dem Schild ist ein T aufgebracht und Zahlen, an denen
man erkennen kann, dass in diesem Bereich ein Hydrant zu
finden ist. Besonders im Winter bei Schnee ist das besonders
wertvoll.
Der
Feuerwehrchef hebt mit dem Schlüssel den Hydrantendeckel
hoch und holt so eine kleine Kappe heraus. Dann dreht er
das Standrohr darauf und macht mit dem Schlüssel die
Wasserleitung auf. Man hört jetzt, wie das Wasser geräuschvoll
in das Standrohr fließt. „Wenn man jetzt eine
Öffnung aufdreht, kommt Wasser heraus und wir können
Schläuche daran anschließen“ sagt der Feuerwehrchef.
Florian
und Nina sind ganz begeistert. Mit 10 Jahren dürfen
sie in die Jugendfeuerwehr und auch spritzen und viele andere
Dinge machen. |